Georg Bosold
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Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

Dionysos

Dionysos (röm. Bacchus), Sohn von Semele und Zeus, ist der Gott des Weines und der Fruchtbarkeit, der Gott der Triebkraft und der erwachenden Natur. Sein weiterer Name (oder Beiname) ist Bakchos, aus dem das römische "Bacchus" wurde.

Er wurde nach seiner Geburt von Ino, der Schwester von Semele, oder durch die Nymphen von Nysa gepflegt. Denn Semele, von Zeus schwanger, wünschte sich auf den Rat der eifersüchtigen Hera, dass Zeus in eigener Gestalt erschiene. In Blitz und Donner kommend verbrannte er sie. Ihr Kind Dionysos rettete Zeus im Schenkel eingenäht und trug es aus.

Dionysos nahm sich auf der Insel Naxos der dort von Theseus verlassen Ariadne an. Mit ihr zusammen und dem ihn umgebenden Gefolge des Dionysos wird im "Triumphzug des Dionysos" dargestellt.

Zu Ehren des Dionysos wurden in Attika die Dionysien gefeiert, in deren Mittelpunkt eine Prozession entsprechend dem Triumphzug des Dionysos stand und das Aufführen von dramatischen Spielen. Aus dem Kultlied des Dionysos, dem Dithyranbos, hat sich das Drama entwickelt. In Rom gab es als als ähnlichen Kult das Bacchanal, die orgiastische Feier eines Geheimkultes, ursprünglich nur für Frauen, später streng geregelt wegen teils wüster Ausschweifungen ([LA] S. 78).

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