Georg Bosold
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Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

Perseus

Perseus ist durch Zeus Sohn von Danaë, der Tocher von König Akrisios von Argos.

Danaës Vater war geweissagt worden, dass er durch einen Sohn der Tochter umkommen würde. Daher verschloß er Danaë in einem Turm. Zeus fand aber in Gestalt eines Goldregens zu ihr, und Danaë gebar Perseus. Akrisios ließ Mutter und Sohn in einem Kasten auf dem Meer aussetzen, der auf der Insel Seriphos anlandete.

Als Perseus erwachsen war, wurde er von Polydektes, dem König der Insel, veranlasst, das Haupt der Medusa, einer der Gorgonen, Nachkommen von Phorkys und Keto, zu holen. Perseus selbst hatte die Erfüllung des Vorhabens angeboten, als Polydektes, der sich selbst in Danaë verliebt hatte, vorgab, Beiträge für ein Hochzeitsgeschenk sammeln zu wollen. Perseus hatte das Angebot vielleicht leichtfertig gemacht, aber Polydektes nahm ihn beim Wort.

Perseus zog also aus, das Medusenhaupt zu gewinnen. Mit Hilfe der Graien, ebenfalls Nachkommen von Phorkys und Keto, und der Nymphen gelang Perseus das schwierige Unternehmen.

Mit Hilfe des Medusenhauptes, dessen Blick alles versteinerte, errettete er die an einen Felsen geschmiedete Andromeda, Tochter von Kepheus und Kassiopaia, die einem Meeresungeheuer geopfert werden sollte, als Strafe dafür, dass sich ihre Mutter für schöner gehalten hatte als die Nereiden. Das Medusenhaupt übergab Perseus danach schließlich nicht Polydektes, sondern der Athene, die es auf ihren Brustpanzer heftete.

Die dem Akrisios gegebene Weissagung erfüllte sich letztlich noch: Ungewollt tötete Perseus seinen Großvater Akrisios mit einem Diskus bei Wettspielen.

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