Georg Bosold
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Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

Odysseus

Odysseus, (lat. auch Ulixes), war Sohn von Laertes und Antikleia und wurde König von Ithaka. Seine Mutter war Tochter von Autolycos. Damit war Odysseus auch Nachkomme von Hermes.

Odysseus schlug vor, dass die Werber um Helene, das Anerkennen ihrer Wahl durch einen Schwur besiegeln sollten, was nach dem Raub der Helena alle an der Teilnahme am Trojanischen Krieg verpflichtete.

Odysseus, dem kurz zuvor der Sohn Telemachos (Telemach) geboren worden war, wollte sich selbst der Teilnahme entziehen und stellte sich wahnsinnig, wurde aber von Palamedes entlarvt und gab den versuchten Betrug zu, als Palamedes sich anschickte, den Knaben mit dem Schwert zu töten.
Seiner Frau Penelope den Sohn Telemachos und sein Haus seinem Freund Mentor anvertrauend zog er nun doch in den Krieg. In Mentors Gestalt erschien Athene um ratend beizustehen (daher der Begriff "Mentor" gleichbedeutend etwa mit Berater oder Betreuer).

Odysseus Ideen- und Listenreichtum half den Griechen in entscheidenden Situationen des Trojanischen Krieges. Vor allem riet er zum Bau des hölzernen Pferdes (Trojanisches Pferd), in dessen Rumpf versteckt griechische Krieger in das bis dahin erfolglos belagerte Troja geschleust wurden, wodurch der Fall Trojas erst möglich wurde.

Nach Trojas Zerstörung konnte er noch jahrelang nicht nach Hause zurückkehren. Auf der Insel der Phaiaken, wohin er zuletzt verschlagen wurde, erzählte er über seine und seiner Gefährten abenteuerlichen Irrfahrten ("Odyssee"), die ihn zum Beispiel zu den Kyklopen, vorbei an den Sirenen, zu Kirke und zu Kalypso hatten.

Mit einem Schiff ausgestattet verließ Odysseus die Insel der Phaiaken und gelangte zurück nach Ithaka. Dort vernichtete er zusammen mit seinem Sohn Telemachos die Freier um seine Frau Penelope, die sich seines Hauses bemächtigt hatten.

Sein Sohn von Kirke, Telegonos, tötete ihn später unbeabsichtigt.

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