Aphrodite von Milos  
 G. Bosold

 Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

 www.griechische-sagen.de


Startseite   Namenverzeichnis   Attribute   Buchausgabe   Literatur   Kontakt   Impressum   




Admetos

Admetos war König von Thessalien, verheiratet mit der schönen, ihn sehr liebenden Alkestis (Alcestis).
Apollon hatte bei den Moiren das Versprechen erwirkt, daß Admetos weiterleben durfte, wenn ein anderer für ihn in den Tod ginge.
Als seine Lebenszeit abgelaufen war, bemühte sich Admetos, dafür jemanden zu finden, jedoch vergeblich. Selbst seine hochbetagten Eltern lehnten das Opfer ab und verließen ihn.
Bereit dazu war aber seine Frau Alkestis, die das Leben ihres Gatten höher schätzte als das ihrige und die nicht ohne ihren Gatten allein mit ihren Kindern bleiben wollte. Sie erbat sich aber, dass Admetos keine andere Frau als Mutter ihrer Kindern nehmen wolle.

Zu gleicher Zeit kam Herakles von König Eurytos herkommend zum Hause Admetos' und erfuhr vom Schicksal der Mutter. Er erkundigte sich daraufhin nach der Begräbnisstätte von Alkestis mit dem Vorsatz, sobald der Totenbeherrscher Thanatos käme, um das Opferblut zu trinken, das ihm über dem Grabmal gespendet würde, diesen mit Gewalt so lange festzuhalten, bis er Alkestis wieder freigeben würde.

Mit der verschleierten Alkestis kam Herakles zurück und wollte Admetos ermutigen, das fremde Mädchen in sein Haus aufzunehmen, was aber Admetos mit dem Hinweis auf den Wunsch seiner Frau ablehnte. Daraufhin zog Herakles den Schleier von Alkestis und gab sie dem erstaunten Admetos zurück. ([GS] S.118)