Aphrodite von Milos  
 G. Bosold

 Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

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Philoktetes

Philoktetes (Philoktet), Sohn von Poias und Gefährte von Herakles, setzte endlich den Scheiterhaufen auf dem Berg Oite (Öta) in Brand, auf dem der von Schmerzen gequälte Herakles sich verbrennen lassen wollte, den aber niemand anzünden wollte. Dafür übergab Herakles ihm vom Scheiterhaufen herab seinen Bogen und die unüberwindlichen Pfeile ([GS] S. 129).

Kurz nach der Griechen Abfahrt nach Troja biß ihn eine giftige Natter als die Griechen auf der Insel Chryse frisches Wasser aufnehmen wollten. Wegen der übelriechenden Wunde und seiner wie seiner Begleiter Klagen wurde Philoktetes auf der Insel Lemnos mit dem Nötigsten versehen ausgesetzt, ein arglistiger Auftrag, den Odysseus ausführte ([GS] S. 214).

Im Verlauf des Krieges gab der Seher Kalchas den Griechen zu verstehen, dass Troja nicht ohne die unüberwindlichen Pfeile des Philoktet, die ja vorher Herakles' waren, zu besiegen sei. Philoktet wurde - wiederum mit List und Gewalt - von Odysseus und Neoptolemus von Lemnos zurückgebracht. Währenddem erschien Philoktet der alte Waffengefährte Herakles und weissagte ihm, dass er vor Troja gesunden würde.
Das trat auch ein. Beschämt nahmen die Griechen Philoktet wieder in ihre Reihen auf und ehrten ihn mit Geschenken, sieben trojanischen Jungfrauen, zwanzig Rössern und zwölf Dreifüßen.

Philoktet stürzte sich mit dem Herakles-Bogen in den Kampf und verletzte den als Urheber des Unglücks der Griechen angesehenen Paris mit den giftigen Pfeilen so schwer, dass er in der Folge erlag. ([GS] S. 349 u. S. 354 ff.)