Aphrodite von Milos  
 G. Bosold

 Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

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Die Tantaliden

Das Geschlecht der Tantaliden leitet sich her von Tantalos (lat. Tantalus), einem Sohn von Zeus und König in Kleinasien.
Zeus gestattete ihm, an der Tafel der Götter zu speisen, Tantalos aber stahl Nektar und Ambrosia und verriet den Menschen die Geheimnisse der Götter. Darüberhinaus setzte Tantalos den Göttern seinen geschlachteten Sohn Pelops vor, um sie zu prüfen.
Nach dieser letzten Gotteslästerung wurde Tantalos' Geschlecht verflucht. Er selbst wurde dazu verurteilt, im Tartaros hungernd und dürstend im Wasser zu stehen. Wenn er nach den nahen Früchten griff, wichen diese vor ihm zurück, und der Wasserspiegel senkte sich, wenn er trinken wollte. Über seinem Kopf schwebte ständig ein bedrohlicher Felsbrocken.
Seine Kinder sind Pelops und Niobe.

  • Pelops wurde nach dem bemerkten Betrug von den Göttern wieder ins Leben zurückgerufen. Nur Demeter hatte eine Schulter gegessen, unaufmerksam wegen der Trauer um ihre Tochter Persephone, weshalb diese Schulter durch eine elfenbeinerne ersetzt werden mußte.
    Pelops gewann Hippodameia zur Frau im Wagenrennen mit ihrem Vater König Oinomaos nach Bestechung dessen Wagenlenkers Myrtylos. Kinder von Pelops und Hippodameia sind Atreus und Thyestes.
    Die Peloponnesische Halbinsel erhielt nach Pelops ihren Namen, da er dort Herrscher war.
  • Niobe war Frau von König Amphion von Theben. Auf ihre sieben Söhne und sieben Töchter (die Niobiden) war sie so stolz, dass sie Leto ob ihrer geringen Kinderzahl verhöhnte. Apollon und Artemis rächten die Schmach ihrer Mutter, indem sie alle Kinder von Niobe töteten, die daraufhin vom Schmerz erstarrt in einen weinenden Felsen verwandelt wurde.