Aphrodite von Milos  
 G. Bosold

 Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

 www.griechische-sagen.de


Startseite   Namenverzeichnis   Attribute   Buchausgabe   Literatur   Kontakt   Impressum   




Iason und die Argonauten

Iason (Jason) war Sohn von Aison (Äson) dem König von Iolkos (Jolkos). Pelias, der Bruder seines Vaters, hatte aber die Herrschaft an sich gerissen.
Ein Orakels hatte Pelias vor dem gewarnt, der nur mit einem Schuh vor ihn treten würde. Genau so sah er aber Iason vor sich. Pelias überredete daher Iason, als Heldentat das Goldene Vlies aus Kolchis zu holen, das Fell des von Nephele gesandten goldenen Widders. So wußte er ihn weit von sich.

Iason forderte die größten Helden unter den Griechen auf, an der Fahrt teilzunehmen. Das Schiff für die Reise nach Kolchis wurde nach seinem Erbauer "Argo" genannt und die Mitreisenden nannte man die "Argonauten". Zu den Argonaten gehörten neben dem anführenden Iason unter anderen
Herakles,
Telamon und Peleus,
Theseus,
die Dioskuren,
Orpheus,
Admetos und
Meleagros.

Herakles wurde im Lande der Mysier zurückgelassen, als dieser seinen von einer Quellnymphe in die Tiefe gezogenen jüngeren Freund Hylas suchte. Als die Argonauten das Fehlen des Herakles feststellten, stieg der Meergott Glaukos aus dem Wasser und erklärte, dass Herakles vom Schicksal etwas anderes bestimmt sei, worauf diese die Fahrt fortsetzten. ([GS] S. 65)

Die Argonauten erlebten unterwegs viele Abenteuer, kamen zum Beispiel an der Insel Lemnos vorbei, auf der die Frauen aus Eifersucht ihre Männer erschlagen hatten und waren auf der Insel der Dolionen, auf der auch Riesen mit sechs Armen lebten.
König Phineus gab den Argonauten den weiteren Weg nach Kolchis an.

Mit den unterwegs aufgenommenen schiffbrüchigen Söhnen des Phrixos gelangten die Argonauten nach Kolchis. Dort gab ihm König Aites in der Hoffnung auf ein Scheitern die Aufgabe, mit seinen ungeheuren Stieren zu pflügen und mit Kriegern zu kämpfen, die aus in die Furchen gesäten Drachenzähnen hervorwuchsen.
Iason bestand die Aufgabe mit Unterstützung von Medea, die sich in ihn verliebt hatte. Medea war nach Chalkiope, der Gattin von Phrixos, die zweite Tochter von König Aites. Sie half Iason auch beim Raub des Goldenen Vlieses und floh mit ihnen.
Die in Zauberkünsten bewanderte Medea riet auch zur Ermordung ihres Bruders Absyrtos und stand den Argonauten bei ihrer Rückfahrt auf der Insel Kreta gegen den ehernen Riesen Talos bei, der die Insel bewachte. Sie vernebelte seinen Blick, so dass er sich an der einzig verletzlichen Stelle des Knöchels verletzte ([GS] S. 95) oder sie zog dort einen Nagel heraus, worauf Talos verblutete oder Poias traf ihn am Knöchel mit einem Pfeil ([LA] S. 557) und er stürzte in die Tiefe.

Auf den Thron von Iolkos kam nicht Iason, sondern Akastos, der Sohn des Pelias.
Mit Medea hatte Iason drei Söhne, die Zwillinge Thessalos und Alkimenes, sowie Tisander.
Iason verliebte sich später in Glauke, die Tochter des Königs Kreon von Korinth, wo er mit Medea lebte und wollte diese heiraten. Darauf ließ Medea Iasons Braut und ihren Vater umkommen und tötete ihre Kinder. Iason beging dann Selbstmord.