Aphrodite von Milos  
 G. Bosold

 Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

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Gaia und Uranos

Die gemeinsamen Nachkommen von Gaia und Uranos sind die Kyklopen, Hektatoncheren und Titanen.

  • Die Kyklopen (Kreisaugen) sind ungeschlachte einäugige Riesen mit einem Auge auf der Stirn. Sie wurden im Erdinneren festgehalten. Für ihre Befreiung gaben sie Zeus Blitz und Donner. Mit Namen bekannt sind Arges, Brontes und Steropes.
    In der Odyssee werden sie als ein eigenes Volk in einem Land mit üppiger Feldfruchtvegetation geschildert. Odysseus begegnete dort dem Ziegen haltenden Kyklopen Polyphemos (Polyphem), der hier ein Sohn des Poseidon und der Nymphe Thoosa ist.
  • Hekatoncheiren, (Hunderthändige) sind Riesen mit hundert Armen und fünfzig Köpfen. Sie wurden wie die Titanen und Kyklopen im Erdinneren festgehalten und erst von Zeus daraus befreit für den Titanenkampf. Danach bewachten sie die Titanen im Tartaros. Namentlich genannt sind Briareos, Gyes und Kottos.
  • Die Titanen sind trotzige, unbändige, übermenschliche Riesen. Verschiedene von ihnen sind Ahnen mehrerer Gottheiten, zu denen auch die olympischen Götter gehören.
    Wegen der Vielzahl ihrer Nachkommen ist den Titanen ein eigener Abschnitt gewidmet.
    Wie die Kyklopen und Hekatoncheiren wurden sie von ihrem Vater Uranos gehaßt und deshalb im Erdinneren festgehalten.

Als weitere gemeinsame Kinder von Gaia und Uranos können die Erinyen, Giganten und Eschennymphen angesehen werden. Sie wurden von Gaia aus den Blutstropfen geboren, die herabfielen, als Kronos seinen Vater Uranos mit einer Sichel entmannte.

  • Die Erinyen (Erinnen, röm. Furien), Allekto, Megaira und Tisiphone sind die die Göttinnen der Rache und des nagenden Gewissens und so auch die Schützerinnen der sittlichen Ordnung. Zum Beispiel verfolgten sie Orestos (Orest) nach dem Mord an seiner Mutter.
  • Die Giganten, gewaltige schlagenfüßige Riesen, kämpften im von Gaia verursachten Gigantenkampf (Gigantomachie) gegen die olympischen Götter. Der sterbliche Herakles half den Olympiern und erhielt dafür Unsterblichkeit. Die Giganten wurden nach dem Kampf unter die Erde geschleudert.
  • Die Eschennymphen werden auch Melische Nymphen genannt. Dieser Name stammt vom Wort Melia ab, das für Esche oder Speerschaft steht. Aus Eschenholz wurden die Schäfte der Speere gefertigt.