Aphrodite von Milos  
 G. Bosold

 Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

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Was ist Mythologie?

Mythologie kommt vom Wort Mythos. Ein Mythos ist eine Sage, Legende beziehungsweise überlieferte Geschichte. Mythologie kann also als Gesamtheit der Mythen, Sagen und Überlieferungen verstanden werden beziehungsweise als deren Verarbeitung etwa in wissenschaftlicher Art.

Die ursprünglich mündlich überlieferten Sagen wurden bereits in der Antike in schriftlichen dramatischen und lyrischen Werken, Epen und Gesängen verarbeitet, etwa von der antiken Schriftstellern Hesoid, Homer, Sophokles, Ovid und Vergil. Die schriftlich vorliegenden Werke stellen somit Nacherzählungen der im Volk vorhanden gewesenen Mythen dar, die obwohl dichterisch bearbeitet, für uns die eigentlichen Quellen unserer Kenntnis über die sonst vielleicht vergessene Sagenwelt sind.

In den Sagen kommen Gottgestalten vor. Auch gibt es Mythen, die die Schöpfung zum Inhalt haben. Das rückt die Mythologie in die Nähe von Religionen. Jedoch sind die mythologischen Götter kaum nur bedingt vergleichbar mit den Gottvorstellungen in den Religionen. Dies trifft insbesondere auf die den Vergleich mit den großen monotheistischen Religionen zu. Auch sind diese Religionen eng mit einem institutionellen Umfeld verbunden, und ihre Theologie beinhaltet feststehende Lehren.

In der Mythologie dagegen leben die Menschen mit den Göttern. Die Götter begegnen Menschen nicht nur als ausnahmsweise Offenbarung einigen wenigen Auserwählten. Sie zeigen nahezu menschliche Schwächen, ergreifen sogar Partei für die einen oder anderen Menschen, können sich auch uneins sein und sind so nicht unwirkliche Überwesen.